Studienfahrten

Bordeaux 2011 - Surfen am Atlantik

Surfen im Atlantik stand im Mittelpunkt dieser Studienfahrt, die aber auch kulturelle Inhalte zu bieten hatte.

Nachdem wir selbst das 20. Paket Nudeln im Bus verstaut hatten, konnten wir die gedacht 12-stündige Busfahrt beginnen. Den Hinweis, dass wir über Paris fahren würden, bekamen wir erst nach der ersten halben Stunde. Dies war eines der Indizien, dass aus menschlichen 12 Busfahrstunden plötzlich grauenhafte 19 werden sollten (vor allem ohne Kissen). Niveauvolle Filme, beleuchtete Eifeltürme und geistreiche Sprüche verkürzten die Fahrt jedoch erheblich.

Endlich in Moilets angekommen, bezogen wir unsere luxuriösen Villen mit hauseigenem Pool, Whirlpoolbadewanne und riesigem Flachbildschirm. Schon da wurde uns bewusst, dass wir bezüglich der Studienfahrtwahl die richtige Entscheidung getroffen hatten. Um uns gleich mit unseren neuen besten Freunden, den Surfbrettern, bekannt zu machen, trafen wir uns noch am selbigen Abend. Dort starteten wir erste Annäherungsversuche. Leider war der Pool zu kalt und die Neos zu eng.

Am nächsten Morgen starteten wir gemeinsam mehr oder weniger voller Tatendrang in Richtung kilometerweiten weißen Sandstrand, um unser zweites Date nun glücklicher zu gestalten. Die Chemie schien allerdings immer noch nicht zu stimmen. Unsere coolen, mitgebrachten (Achtung! Wertvolle Fracht!) Surflehrer brachen aufgrund des riesigen Shorebreak die Einheit noch vor Beginn ab. Auch die Motiviertesten unserer Gruppe mussten sich der natürlichen Waschmaschinenschleuder geschlagen geben. Somit verbrachten wir unseren ersten Strandtag völlig entspannt mit Beachball, Rugby und Wellenspringen. Nach einem bei den meisten nährreichen und guten Abendessen, trafen wir uns noch einmal für eine kurzweilige Theorieeinheit.

Als wir dann am Montagmorgen das Sonnenlicht erblickten, fühlten wir dass der Tag auf unserer Seite sein würde. Und tatsächlich: das dritte Zusammentreffen war ein Erfolg. Trotz dem einen oder anderen spektakulären Crash, überlebten wir alle unseren ersten Surftag. Selbst das 20minütige Tragen der viel zu schweren Surfbretter zurück zu unseren Villen, konnte uns das einzigartige Gefühl, von der Welle getragen zu werden, nicht nehmen.

Schon am nächsten Tag bezwangen die Ersten die Wellen und standen selbstbewusst.. zumindest für einige Sekunden. Die Rollenverteilung in der innigen Surfbrettbeziehung war jetzt schon eindeutig: Wir haben die Hosen an.. (nein stopp! Das waren ja Neos.)

Nachmittags ging es ab nach Spanien um einen schönen Abend in San Sebastian zu verbringen. Die Stadt begeisterte selbst die schlimmsten Kulturbanausen mit ihrem Flair und ließ Shoppingherzen höher schlagen. Zum gemeinsamen Feiern trafen wir uns alle in einer Bar und ließen es ordentlich krachen.

Zum Glück durften wir am nächsten Morgen ausschlafen und konnten uns so erholt (?) wieder unserer Lieblingsbeschäftigung widmen. Aufs Neue Äußerste motiviert, klappte das Surfen bei Einigen schon viel besser.

Zum Abschluss dieser Studienfahrt war ein gemeinsames Essen in einem Restaurant direkt am Meer geplant. Hier mussten die Vegetarier unter uns eindeutig Charakter beweisen. Durch Live-Musik unseres talentierten Rettungsschwimmers Jason (Derulo) nahm der Abend eine positive Wendung. Ob dies der Busfahrer genauso empfand ist fraglich. Noch während der Fahrt zurück feierten wir Philipp (alias Felix) 18. Geburtstag und nahmen dies als Anlass für eine ausgiebige Poolparty.

Den letzen Tag begannen wir mit einer Wanderung in die City und kauften gemeinsam Gruppenshirts. Von den Wellen unterfordert langweilten sich dann später auf dem Meer einige, konnten sich aber vor dem Putzen, Aufräumen, Packen und der anstrengenden Busfahrt, die wieder über Paris führt, entspannen.

Von der Woche und dem vielen Sport geplättet, erschienen die paar Stündchen sitzen, als geeignete Beschäftigung. Allerdings hatten wir dann doch genug Zeit um festzustellen, dass wir alle samt das Verbot nicht braun zu werden erfolgreich gebrochen haben. Zu unserer Verteidigung muss man aber sagen, dass bei 30 Grad, ganztägigem Aufenthalt am Strand und weit und breit keinem Schatten es fast unmöglich war dieser Versuchung zu widerstehen.

Wir bedanken uns alle noch einmal für diese klasse Studienfahrt und werden diese Zeit nie vergessen!

Vanina Wurster, Hannah Bursianis