Theater

Improtheater im Juni 2011

5, 4, 3, 2, 1, …LOS! - Was ist denn Improtheater? Das fragten sich wohl die meisten Zuschauer, die Ende Juni 2011 im Musiksaal des Gymnasiums Karlsbad saßen und auf eine gähnend leere Bühne blickten. Aber was anfangs so langweilig aussah, entpuppte sich als wahrer Publikumsknaller.

improtheaterDie 16 gewitzten Schülerinnen und Schüler der Mittelstufen-Theater AG, die sich inzwischen „Strohhut friends“ getauft hatten, zauberten auf diese Bühne pantomimisch und spielerisch die unterschiedlichsten Szenen und Geschichten, ganz nach den Wünschen des Publikums. Innerhalb eines Countdowns von 5 Sekunden entstanden beispielsweise eine Küchenszene, die anschließend in der Steinzeit und als Horrorstreifen wiederholt wurde oder die turbulenten Erinnerungen dreier Toten aus ihrem Grab. Lustige und schräge Charaktere zeigten sich in einer improvisierten Soap, wie aus dem Fernsehen oder in verschiedensten Kurzszenen des Freeze-Tack, in dem die Schauspieler blitzschnell aus der Haltung eines Mitspielers eine neue Geschichte entwickelten. Insgesamt wurde bei den beiden gebotenen Improshows von „Strohhut und friends“ viel gelacht - aber auch gestaunt, denn die Gruppe nahm nahezu jeden Vorschlag des Publikums an und machte daraus brisante Szenen.

Wer einmal Improtheater gesehen hat, wird oft zum Fan dieser neuen Theaterform. Da die Vorschläge des Publikums sich immer ändern, ist keine Show gleich. Außerdem ist es ungeheuer spannend, was die Schauspieler aus dem Vorschlag machen werden.

Die Mittelstufen-Theater AG hatte jedenfalls in diesem Schuljahr viel Freude beim Trainieren der „Improregeln“, denn Frau Nielitz, die selbst bereits über 10 Jahre als Improspielerin bei „Schmitz Katze“ in Karlsruhe auf der Bühne gestanden hat, gab ihre Geheimnisse gerne der talentierten und motivierten Gruppe weiter! Was in Erinnerung bleiben wird, sind sicherlich Zitate wie „Hat dir der Rinderhoden geschmeckt, Schatz?“ oder „Mama ich hab aus versehen das Haarwuchsmittel gegurgelt!“. Ob das Improtheaterpflänzchen am Gymnasium weiter wachsen wird, muss sich zeigen,…ein gute Grundlage ist jedenfalls gelegt.

Es spielten:

Lea Ehrle 8d                     Philipp Wagner 10b
Johanna Müller 8d                     Helene Coleby 10b
Nina Edelmann 8d                     Dorothee Boppre 10c
Max Hohmann 8d                     Julia Kastner 10c
Tanja Kraft 8d                     Yvonne Deurer 10d
Matti Silber 9a                     Lea Hohmann 10d
Dominik Reitermann 9c                     Niluefer Önder 10d
Sophia Beisel 9e                     Julia Kraft 10d