Hilfe für Nicaragua
„Musikalischer“ Besuch aus Nicaragua
Freitag, 17.01.03 im Gymnasium Karlsbad gegen 10.15 Uhr im Zimmer einer 5. Klasse: Blonde und braune Kinderköpfe beugen sich über einen Tisch, den man von außen wegen der Schülermenge gar nicht „einsehen“ kann. Dort „unten“ sitzt ein junger Mann mit pechschwarzen Haaren, pechschwarzen Augen und gibt pausenlos Autogramme: „RAUL IBARRA“ schreibt er auf hingehaltene Zettel und in aufgeschlagene Hefte. Die Kinder kennen ihn noch gar nicht richtig, sondern wissen nur: Das ist einer aus Nicaragua, dem Land, für das wir doch manchmal Geld spenden!
Raul ist Klavierlehrer am Konservatorium der Hauptstadt Managua. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die musikalische Früherziehung, außerdem ist er Mitglied der kleinen Musikgruppe „IBARRA“, die allmählich Beachtung im Land findet. Mit Händeklatschen macht Raul die Eigenart des nicaraguanischen Rhythmus deutlich. Die Schüler „übernehmen“ sofort und Raul singt Lieder dazu!
An zwei Tagen (17.01. und 03.02.) war Raul Ibarra am Gymnasium Karlsbad zu Besuch, begleitet von Elisabeth Schorb und Juliane Dollinger (beide Abitur 2002), die für die unentbehrliche Übersetzung sorgten. Die Religionslehrerin Frau Nolte und Elisabeth Schorb lernten Raul bei ihrem Aufenthalt in Nicaragua im August 2002 kennen.
Am 3. Februar, kurz vor seiner Rückkehr in die Heimat, gab Raul im Musiksaal ein kleines Konzert. Er spielte am Flügel Klavierstücke verschiedenster Art, darunter ein Impromptu von Schubert und die reizvolle Komposition „Aurora“ seines Freundes Bayardo. Viel Anklang fanden die Lieder, die Raul zur Gitarre sang: In zart-elegischen oder heftig-leidenschaftlichen Tönen ließen sie etwas von den Leiden und Sehnsüchten der Menschen in Nicaragua spüren.
Inzwischen ist Raul wieder in Managua angekommen und lässt von dort aus sehr herzlich „alle“ im Gymnasium Karlsbad grüßen.