Hilfe für Nicaragua
Hilfe des Gymnasiums Karlsbad |
Karlsbad, im Januar 2009 |
Unser Nicaragua-Projekt im Jahr 2008
Dank gilt unseren Freunden und Spendern!
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Nicaragua-Freunde,
während in Deutschland noch eisige Temperaturen herrschen, springen „unsere“ Patenkinder in leichter Kleidung und wahrscheinlich barfuß herum – dort ist heißer Sommer! In Nicaragua stehen jetzt die riesigen Sträucher des Weihnachtssterns in voller Blüte – ihre deutschen Verwandten in Blumentöpfen würden sich daneben recht kümmerlich ausnehmen! Nicaragua ist ein wunderschönes Land mit einer reichen Pflanzen- und Tierwelt und einer zum Teil grandiosen Landschaft.
Umso bedrückender ist es, dass sich die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse auch unter der sandinistischen Regierung von Präsident Daniel Ortega (seit Januar 2007) nicht verbessert haben. Die Armuts- und Analphabetenrate ist nach wie vor hoch, die Korruption blüht. „Alle werden ärmer, nur ich nicht. Daniel“ – konnte man vor Kurzem auf Spruchbändern in der Hauptstadt Managua lesen.
Lage in Nicaragua: Straßenverhältnisse nach
San Pedro, Korruption und andere „Sauerreien“
Wo wir womöglich resignieren würden, setzen unsere Projektpartner, die Hermanas Misioneras Franciscanas, ihre Arbeit ausdauernd fort:
- Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen eine elementare
- Schulbildung, verbunden mit Ernährungshilfen und Gesundheitsvorsorge.
- Sie geben misshandelten und missbrauchten Mädchen in ihrem kleinen Haus in Bluefields einen Zufluchtsort, damit sie sich dort körperlich und seelisch stabilisieren können.

Dorfleben in San
Pedro
Schwester Vida kümmert sich vor allem um die Schwächsten,
die Kinder. Sie scheut aber auch nicht den Disput mit den Männern bzw. „Machos“
des Dorfes und steht den Frauen, die oft von den Männern unterdrückt werden, in
ihren Sorgen und Belangen bei.
Schwester Vida Cerrato, die Leiterin des Projekts, schickte einen Jahresbericht für 2008, dem die folgenden Informationen entstammen.
In Cucra Hill wurden zu Beginn des Schuljahres 19 Kinder unterrichtet. 15 davon erreichten am Schuljahrsende die höhere Klassenstufe, zwei schafften es nicht. (Zwei andere kamen nicht mehr zum Unterricht.) Es fanden monatliche Treffen mit Müttern und Kindern statt, um schulische
und erzieherische Probleme zu besprechen. (U.a. ging es um regelmäßigen Schulbesuch und Erledigung der Aufgaben). Schwester Marta besuchte jedes Kind zu Hause. Sie ging auch in die Schule und informierte sich bei den Lehrern über das jeweilige Verhalten und die schulischen Leistungen.
In San Pedro del Norte wurden 3 Kinder schulisch und erzieherisch betreut. Zwei davon konnten erfolgreich abschließen, ein Kind hielt nicht bis zum Ende durch.
Insgesamt wurden an den genannten Orten 22 Kinder betreut, 3 davon waren zum Ende des Schuljahres nicht mehr dabei, 17 erreichten die nächste Klassenstufe.

Schulkinder in San Pedro in Nicaragua
In Bluefields an der Ostküste Nicaraguas (Sie finden die Stadt im Atlas) steht das kleine Kinderheim, wo im letzten Jahr zwischen 8 und 10 Mädchen ständig wohnten. Die meisten wurden vom Familienministerium geschickt, weil ein Aufenthalt zu Hause nicht mehr tragbar war (Vergewaltigung und andere Gewaltdelikte durch Verwandte oder Nachbarn, Prostitution der Mutter u.a.). Sie gehen im Ort zur Schule und haben alle erfolgreich die nächste Klassenstufe erreicht. Es gibt auch Besuche zwischen einigen dieser Kinder und ihren Müttern - ein Zeichen dafür, dass die Beziehungen zur eigenen Familie möglichst aufrecht erhalten werden. Alle Geburtstage der Kinder wurden fröhlich gefeiert, und einmal gab es sogar einen gemeinsamen Ausflug nach Cucra Hill.
Yorlene, eines der Mädchen, leidet unter Diabetes und chronischer Bronchitis. Mit Hilfe von Medikamenten der Schul – und Naturmedizin (der Schwestern) konnte ihr Zustand stabil gehalten werden.
Die Medizinstation („Clinic“ und Apotheke)
der Schwestern „Hermanas Franciscanas“
Ein Dauerproblem ist die Gewinnung zusätzlicher Mitarbeiter/Innen. Im letzten Jahr fanden sich immerhin einige Personen, die das Kinderheim mit Lebensmitteln oder Geld unterstützen. Eine Rechtsanwältin bemüht sich um Geburtsurkunden – die meisten Mädchen sind „ohne“!
I h r e Spenden sind die verlässliche Grundlage für diese oft mühselige Arbeit. Wir d a n k e n Ihnen von Herzen dafür! Sie helfen ein kleines Stück unserer Welt zu verbessern.
Im Namen der Kinder und ihrer Helfer in Nicaragua sowie im Namen des Vereins wünschen wir Ihnen: Feliz ano nuevo 2009!
Monika Nolte (1. Vorsitzende)

“Unsere” Schule in San Pedro

Este Edificio se construyo ...
Dieses Gebäude wurde gebaut
- dank der
Solidarität der Schüler des Gymnasiums Karlsbad
mit den Schülern der Teodoro Niehaus Schule von San Pedro del Norte (Nicaragua) - dank der Unterstützung der Direktoren
- dank der Zusammenarbeit mit den Familienvätern
12. September 2004