Hilfe für Nicaragua
IN ATLANTICO SUR
Während ihres Nicaragua-Aufenthalts besuchten Frau Nolte, ihre ehemalige Schülerin Elisabeth Schorb und Irma Koch den Ort San Pedro del Norte, der rund 260 km nordöstlich von Managua entfernt ist.. Er liegt in der Region Atlantico Sur, die ein - besonders für Europäer - schwer erträgliches Tropenklima hat und nur dünn besiedelt ist. Die Bewohner leiden unter großer Armut und menschenunwürdigen Verkehrsbedingungen.
So ist San Pedro del Norte nur mit schweren Lastkraftwagen zu erreichen, die mit Vierradantrieb und Ketten ausgestattet sind. Der "Weg" ist nicht befestigt, sondern besteht oft aus meterdicken Lehmschichten, die den Wagen hin- und herschwanken lassen. Zwei Flüsse sind zu durchqueren. Sind sie gefährlich angeschwollen, müssen die Insassen aussteigen und - mit Gepäck auf dem Kopf - das Wasser zu Fuß durchwaten. Der Ort selbst besteht aus einer Vielzahl armseliger Hütten und wenigen "besseren" Häusern. Fließendes Wasser und Strom gibt es nicht.
Eine kleine ordensähnliche Gemeinschaft (franziskanisch geprägt) lebt seit Jahrzehnten bei und mit diesen Menschen und bemüht sich deren Lage zu verbessern. Die kleine "Delegation" des Gymnasiums Karlsbad lebte ein Wochenende mit ihnen, ließ sich die "Schulen" des Ortes zeigen (Baracken mit zwei oder auch nur einem Raum) und lernte etliche Einwohner persönlich kennen. Was für Nicaragua im Ganzen gilt, gilt hier erst recht: Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen hat auf Grund der extremen Armut keine Chance lesen und schreiben, geschweige denn einen Beruf zu erlernen, wenn nicht von außen geholfen wird.
Verschiedene Formen der Hilfe sind denkbar:
- direkte Unterstützung einzelner Kinder bzw. Familien
- finanzielle Hilfe zur Verbesserung der mangelhaften Schulraum-Situation
- Hilfe zur Fortbildung der dortigen Lehrer, die so wenig verdienen, dass es kaum zum Leben reicht...
Das Gymnasium Karlsbad wird sich bemühen, geignete Wege der bestmöglichen Hilfe zu finden.