Gymnasium Karlsbad



Verkehrserziehung

Fahrsicherheitstraining 2005

Am ersten Ferientag in den Winterferien 05 machten wir uns (13 junge Fahrer und Fahrerinnen aus der 13. Jahrgangsstufe) wieder auf den Weg zur ADAC Verkehrsübungsanlage am Solitude Ring in Stuttgart. Da wir uns alle gemeinsam als Gruppe anmeldeten, bekamen wir unseren eigenen Guide (hiermit viele Grüße an Bernd). An diesem Tag war die komplette Anlage schneebedeckt und so lernten/testeten wir das Fahrverhalten unserer Fahrzeuge auf Schnee oder Eis.

Erste Übung: Vollbremsung aus 30 km/h später mit 40 km/h. Hier wurde uns erst einmal bzw wieder klargemacht was eine Vollbremsung überhaupt ist. Der Unterschied der Bremswege ist wirklich enorm.

Zweite Übung: Elchtest. Hier war es das Ziel, ab einer bestimmten Grenze eine Vollbremsung aus 40 km/h zu machen und danach gleich die Bremse wieder zu lösen, um ein Hindernis umfahren zu können. Die Schwierigkeit dabei ist nur, nicht wieder aus Reflex auf die Bremse zu gehen. Nicht selten passierte es, dass die Fahrzeuge nach dem Umfahren des Hindernisses hinten ausbrachen, da wir zu stark gegenlenkten. Mit der Zeit klappte es dann doch ganz gut.

Im Anschluss konnten wir auf einer geraden Strecke (ebenfalls schneebedeckt) versuchen, um aufgestellte Hütchen herum Slalom zu fahren. Wirklich ganz lustig. Vor allem interessant zu erfahren, mit welcher Geschwindigkeit ein Umfahren möglich ist und wann das Fahrzeug ins Schleudern kommt. Wichtig dabei ist nur, zwischen den Kurven eine kurze gerade Strecke zu fahren um das Fahrzeug auszubalancieren und somit ein Aufschaukeln zu verhindern.

Weitere Übung: Schleuderplatte. Aufgabe war es, mit 30 bis 40 km/h auf ein Gebiet mit geringeren Bodenhaftung einzufahren. Plötzlich schossen Wasserfontänen aus dem Boden. Aufgabe: Zunächst Vollbremsung, danach Hindernis umfahren. Sehr schwierig! Schleudergefahr!

Danach mussten wir ebenfalls auf das Gebiet einfahren. Unerwartet wurde das Heck des Fahrzeuges von einer Platte nach rechts oder links künstlich ausgebrochen. Ziel war es durch starkes und schnelles Gegenlenken das Fahrzeug unter Kontrolle zu bekommen, bevor es ins Schleudern kommt. Anfangs sehr schwierig! Zwischendurch wurden wir noch vom ADAC besucht, da aus Versehen bei jemandem die Türe zugefallen war (der Schlüssel war natürlich IM Auto :) ). Der Spaßfaktor bei dieser Übung war jedoch wirklich sehr hoch.

Danach fuhren wir im Kreis und versuchten das Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit in der Spur zu halten. Mancher Pizzafahrer war hierbei gelegentlich nur noch auf drei Rädern unterwegs :)

Letzte Übung nach einer kurzen Theoriephase: Ziel- und Reaktionsbremsen. Mit 50 km/h auf aufgestellte Hütchen zuzufahren und etwa kruv davor zum Stehen zu kommen (eine Bremsung, Lösung der Bremse nicht erlaubt). Beim Reaktionsbremsen wird klar, dass im allgemeinen im Straßenverkehr zu wenig Abstand zum Vordermann/-frau gelassen wird. Im Abstand von 5 Meter fuhren 2 Autos hintereinander, jedoch versetzt. Der Rechtsfahrende bremste spontan und der Linksfahrende musste entsprechend reagieren. In den meisten Fällen wäre ein rechzeitiges Bremsen nicht mehr möglich gewesen.

Als Fazit lässt sich sagen, dass ein Fahrsicherheitstraining unheimlich viel Spaß macht und jedem, nicht nur Fahranfängern, zu empfehlen ist.

Christian Müllerleile

 


Quelle: Website des Gymnasiums Karlsbad (http://www.gymnasium-karlsbad.de)